May 22, 2018

Nikolauslesung 2017

Auch dieses Jahr zu Nikolaus waren wieder AutorInnen und ihrer Geschichten zu Gast an der Stadtteilschule Bergedorf. Organisiert von Frau Martinez und Frau Schrader kamen Kristina Calvert, Dagmar Fohl, Angela Gerrits, Uticha Marmon, unser ehemaliger Lehrer, Bernhard Nette, Susanne Orosz, Carolin Phillips, Viola Roggenkamp und Marie-Therese Schins in neun Klassen zum Vorlesen aus ihren eigenen Büchern.
Wir CreaTiVis durften einige von ihnen in die jeweiligen Klassen begleiten. Vorher trafen wir die AutorInnen in der Bibliothek. Dort wurden sie bei Kaffee und Keksen vom Schulleiter Herrn Wittig begrüßt und anschließend von uns interviewt.

Uticha Marmons Buch heißt „Mein Freund Salim“ und ist im Juli 2015 erschienen. Es geht um einen Flüchtlingsjungen namens Salim und seinen Freund Hannes. Salim ist ein Junge aus Syrien. Niemand versteht ihn, da er eine andere Sprache spricht. Trotzdem freunden Hannes und seine Schwester sich mit ihm an. Plötzlich steht Salim unter Verdacht, etwas gestohlen zu haben…

Über das Buch hat Frau Marmon in der 6e erzählt, da es perfekt für diese Altersgruppe ist und spannend aber auch traurig.
Nach der Lesung stellten die SchülerInnen Fragen. Als Dankeschön gab es Blumen und selbst gebackene Plätzchen mit auf den Weg.

1. Wie sind Sie auf die Idee für ihr Buch „Mein Freund Salim“ gekommen?

Uticha Marmon: Als 2015 ging so viele Flüchtlinge aus Syrien kamen, habe ich gedacht, jetzt ist der Zeitpunkt, um das zu erzählen. Die Idee dafür hatte ich schön früher, da immer wieder viele Menschen auf der Flucht sind.

2. Warum sind Sie Autorin geworden?

Uticha Marmon: Ich habe früher ganz viel gelesen und fand es schon immer schön, Geschichten auch weiterzuerzählen. Es ist ein toller Beruf.

3. Wo schreiben Sie ihre Bücher?

Uticha Marmon: Meistens zuhause an meinem kleinen Schreibtisch, der ist uralt und für mich eigentlich viel zu klein, aber weil er so alt ist, mag ich ihn so gern. Beim Schreiben muss die Tür geschlossen sein, damit ich ungestört arbeiten kann.

4. Was ist Ihr persönliches Lieblingsbuch?

Uticha Marmon: Als Kind war es „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren. Und später von Ottfried Preußler „Krabat“. Jetzt finde ich viele Bücher toll.

5. wer ist ihr Größtes Vorbild?

Uticha Marmon: Michael Engling, weil er ganz tolle Geschichten geschrieben hat. Und er hat ganz oft an sehr langen Geschichten gearbeitet und wusste dabei immer, dass sie so interessant werden, dass sie ein Verlag veröffentlicht.

 

Carolin Philipps ist Jugendbuchautorin und fing 1989 mit dem Schreiben an. Sie wurde am 7. Januar 1954 in Meppen geboren. Sie schrieb zuerst Geschichten für ihre Kinder und wurde dann Lehrerin. Da sie nicht genügend Zeit hatte fürs Schreiben, kündigte sie vor acht Jahren ihren Beruf und widmete sich ganz dem Schreiben. Inspirieren lässt sie sich von Erlebnissen mit ihren damaligen Schülern. Zum Beispiel von Klassenreisen oder Erzählungen der Schüler. So entstand auch ihr Buch „Mutprobe“. Je nach Buch, Kategorie oder Seitenzahl dauert das Schreiben eines Buches unterschiedlich lang. Für historische Erwachsenbücher nimmt sie sich zwei bis drei Jahre Zeit und für Jugendbücher braucht sie drei bis vier Monate. Carolin Philipps schreibt ihre Bücher am liebsten im Sommer in ihrer Hollywoodschaukel in ihrem Garten. Im Winter sitzt sie an ihrem Schreibtisch. Ein Vorbild hat sie nicht. Früher hat sie ganz viel gelesen und aus jedem Buch etwas Inspiration gezogen. Auch ein eigenes Lieblingsbuch gibt es für sie nicht. Und wenn sie mit einen ihrer Bücher nicht zufrieden ist, schleift sie solange dran, bis sie es ist und an einen Verlag schicken kann. Um Autor/in zu werden, brauche man Fantasie, erzählt sie. Man müsse mit der Sprache und den Wörtern spielen können und Disziplin besitzen, damit überhaupt ein Buch zustande käme. Am besten findet Sie in ihrem Beruf, dass sie schreiben kann, was ihr wichtig ist. Zum Beispiel über Straßenkinder. Keiner schreibt ihr den Inhalt vor. Sie schreibt das, was sie will. Und das wird hoffentlich genau so gut wie die Bücher davor. J

 

Text: Profilklasse CreaTiVi, 8f:

Ben Kiehn, Colja Krumstroh, Isabell Herdt, Julia Ossowska

Fotos: Colja Krumstroh

Read 4480 times Last modified on Sonntag, 17 Dezember 2017 21:30
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