Oct 18, 2017

Sosolya

Sonntagabend 22.00 Uhr, etwas erschöpft und müde, kommen Suleiba, Shina, Madina, Ronald, Erik, Devis, Mark und Valesca aus Berlin vom Lapalosa Festival. Ihrem letzten Auftrittsort.

Um 8.00 Uhr am Montag geht es schon weiter mit der Vorbereitung ihres nächsten Auftritts, unterstützt von einigen SchülerInnen der 10b und der ganzen 8___? .

370 Schülerinnen und Schüler von der 6ten bis zur 12ten Klasse sind um 12.00 Uhr im Zeighaus versammelt und begeistert von Ihrem Auftritt mit Musik, Tanz und Theater aus Uganda zum Thema Klimawandel und Umweltschutz. Die Gruppe reißt alle mit und viele bleiben danach noch zu Fragen und Antworten über ihr Land und ihr Leben. Danach endlich ein Kennenlernen mit der Gastklasse, der 10b. Erster Austausch.

Am Dienstag beginnen wir gemeinsam den Tag mit ein paar Theaterübungen zum Aufwärmen und kurz darauf teilen Devis und Mark schon die Gruppen für unser gemeinsames Theaterstück am Freitag ein. Wer möchte tanzen, wer trommeln, wer spielt eine der Rollen im Stück. Jeder findet „seinen“ Platz und jeder kann mitmachen. Die meisten SchülerInnen sind begeistert, wie schnell sie ihren Teil gelernt haben, denn nach einer Stunde stellen sie ihr neues Können allen vor. Nun folgt die Diskussion zum Thema Klimawandel, was hast du in deinem Land schon bemerkt? Wie geht es dir damit? Was denkst du über die Zukunft?. Die Schülerinnen der 10b können nach dem gemeinsamen Mittagessen nach Haus. Unsere Gäste schenken der 8_____ noch einen Workshop, der viele der SchülerInnen so bewegt, dass sie nach 90 min traurig sind, dass sie nicht weiter Zusammensein werden.

Mittwoch gehen die Proben weiter und es schließt sich eine zweite Diskussion an. Welche Lösungen gibt es für den Klimawandel? Was kann man dagegen tun? Was wollen wir jetzt und hier dagegen tun? Mark hat eine Idee. Für jede Schülerin und jeden Schüler pflanzen sie in Uganda einen Baum. Die Art kann sich jeder selbst aussuchen, denn in Uganda wächst fast alles – es ist eines der fruchtbarsten Länder der Erde. Jeder Baum bekommt den Namen des Schülers und wird bei Google Maps markiert. „Wenn du möchtest, kannst du deinen Baum besuchen. Nimm am besten einen Fruchtbaum, den wird keiner absägen.“ Sagt Mark.

Den Nachmittag verbringen wir in Hamburg, zuerst fahren wir zu Greenpeace, u.a. um erste Kontakt zu knüpfen und die Ausstellung zu sehen, dann auf zum Hafen, Landungsbrücken Tor 6, zur Hafenrundfahrt. Es ist so stürmisch, dass keine Barkasse mehr fährt, so fahren wir mit einem der großen Schiffe. Ein kleines Abendteuer für alle.

Am Donnerstag wird die Anspannung unserer Schülerinnen vor dem „großen“ Auftritt immer spürbarer. Ab 10.00 Uhr beginnen die Proben. Zuvor hatte die 12___ Zeit, sich mit den Jugendlichen aus Uganda auszutauschen, über Klimawandel, Migration und Lebensbedingungen in Uganda und Deutschland.

Dann, um 12.00 Uhr ist schon Generalprobe im Zeighaus. Alles hat prima geklappt. Mark ist begeistert und gerührt und will seine Freudentränen nicht verstecken vor den Schülerinnen, die ihre Ängste überwinden und mutig auf der Bühne stehen. Die meisten von ihnen konnten sich dies am Anfang der Woche nicht vorstellen, sie wachsen über sich hinaus. Die erste Kostprobe vor Publikum bekommen die eigenen Eltern, sowohl kulinarisch, mit gemeinsam gekochten Köstlichkeiten, wie auch kulturell mit Trommeln, Tanz und Theater. Die Eltern sind glücklich.

Freitag, der große Tag ist gekommen. Wieder haben sich 350 Schülerinnen der GSB zur Vorstellung angemeldet. Hamburg 1 ist da, um eine Reportage über die Arbeit zu senden. Letzte Teile des Stückes werden geprobt, es wird geschminkt, Licht und Ton eingestellt. Es ist laut und wuselig. Die Spannung steigt. Um 12.00 Uhr ist wieder Einlass und der Saal füllt sich, bis auf den letzten Platz. Nach kurzer Einleitung beginnt das Stück, die Schülerinnen trommeln und tanzen, das Eis ist gebrochen, die Zeit vergeht wie im Flug und das Publikum ist begeistert, wie am Montag. Ein großer Schritt ist vollbracht. Alle stehen auf der Bühne und lassen sich feiern.

Doch unser gemeinsamer Abschluss ist nicht auf der Bühne - sondern im Schulgarten.

Zusammen pflanzen wir unseren ersten Baum, als Zeichen für die wunderbare Zeit zusammen und für eine gemeinsame, achtsame Zukunft. Wer möchte, kann seinen Baum jederzeit besuchen...  

Stadtteilschule Bergedorf
Ladenbeker Weg 13
21033 Hamburg, Germany

Schulbüro: 040 428925–01

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