Stadtteilschule Bergedorf – Personen & Profile

Das Lernen lernen

Der Wechsel von der überschaubaren Grundschule in eine weiterführende ist für die Mehrheit der Kinder und der Eltern mit hohen Erwartungen, aber auch mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden:

Mit unserem pädagogischen Konzept des jahrgangsbezogenen Lernen in Projekten wollen wir den Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule erleichtern.

I. Ankommen, seinen Platz finden

Die erste Schulwoche beginnt mit dem Projekt "Wir lernen uns kennen".

In der Jahrgangszone hat jede Klasse hat ihren Klassenraum, in dem der größte Teil des Unterrichts erteilt wird, und der von der Klasse gestaltet wird.

Der Unterricht in einer Klasse wird von einem kleinen Lehrerteam erteilt, das auch in Parallelklassen unterrichtet und gemeinsam Unterrichtsvorhaben, Projekte, Feste plant und organisiert.

In den Pausen bieten der Schulzoo, die Spielgeräte aus der Bewegungskiste, ein großer Spielplatz und verschiedene Sportplätze viel Bewegung und Kurzweil.

Feste Patenschaften mit den Profilklassen aus Jg. 9/10 fördern ein harmonisches Miteinander in den Pausen, bei Festen und Ausflügen.

II. Wie und was gelernt wird

Neben der bekannten Form des Lehrgangs lernen die Kinder in verschiedenen Projekten ihre Stärken einzusetzen, Eigenverantwortung für das Lernen zu übernehmen, in Gruppen zu arbeiten und vernetzt zu denken.
Das Lernen im Projekt soll alle Sinne umfassen (Kopf, Herz und Hand), die Fächer Arbeitslehre und Kunst haben deshalb einen festen Platz im Projektlernen.

Grundlegende Methoden des Lernens: Vokabellernen, Präsentation, Konzentration, Zeitmanagement, Planung und erfolgreiche Arbeit in Gruppen werden systematisch, unterrichtsbegleitend erarbeitet.

Auf den Jahrgangsvollversammlungen präsentieren sich Einzelne, kleine Gruppen bzw. ganze Klassen eines Jahrgangs den MitschülerInnen und KollegInnen im Eingangszentrum mit Akrobatik, Sketchen, kleinen Schauspielen und Songs.

Bei sportlichen Wettkämpfen innerhalb des Jahrgangs werden Fair-Play und sportliche Leistung unter Beweis gestellt.

III. Meine Klasse als Ort des Sozialen Lernens

Jede Klasse hat pro Woche fest im Stundenplan 3 Stunden verankert, in denen sie mit den KlassenlehrerInnen und einer Person aus der Beratung gezielt Übungen zum besseren Miteinander und zur Gruppenfähigkeit praktizieren. Im Klassenrat lernen die Kinder, Konflikte zu thematisieren und gemeinsam um eine praktikable Lösung zu ringen.

Das Lehrerteam des Jahrgangs achtet auf gemeinsam festgelegte Unterrichts- und Pausenregeln, einigt sich auf Rituale z.B. zum Stundenbeginn.

Im Schulzoo übernehmen Kinder Verantwortung für ihr Pflegetier und für die Einhaltung der Zooregeln.

Im Schulzirkus oder in anderen Neigungsgruppen übernehmen die Kinder mit Älteren, Schwächeren und Stärkeren Verantwortung für das Gelingen großer Auftritte.

Breiten Raum nimmt auch das Lesen ein. Jedes Jahr veranstalten wir den Vorlesewettbewerb und krönen die Siegerin oder den Sieger in einer stimmungsvollen Feier im Eingangszentrum.

IV. Die Lernwerkstatt

Nun, da wir eine selbst verantwortliche Schule (SvS) sind und größere Freiräume bei der Stundenorganisation ausschöpfen können, haben wir das Thema "das Lernen lernen" auf unsere Fahnen geschrieben und eigens dafür die "Lernwerkstatt" eingerichtet. Themen- und projektorientiert unterrichten die beiden Tutoren in jeweils der halben Klasse (also 14 SchülerInnen), wie der eigene Lernprozess individuell und selbstgesteuert gestaltet werden kann. Den TutorInnen stehen hierfür zwei Wochenstunden zur Verfügung.

G. Schmidt (Abteilungsleiterin 5-7)

Eine ausführliche Beschreibung unserer Unterrichtsmethoden finden Sie als pdf–Download hier.