Luca: Wie lange sind Sie schon Schulleiter?
Herr Thimo Witting: Ich bin Schulleiter seit dem Jahr 2013.
Luca: Also seit 12 Jahren?
Herr Thimo Witting: Seit 12 Jahren und davor war ich schon an dieser Schule Stellvertretender Schulleiter, seit 2009. Ich bin hier an der Schule seit dem Jahr 2004. Ich habe hier meine Ausbildung gemacht, das heißt für Lehrkräfte Referendariat. Ich bin dann hier gleich Lehrer geworden. Also seit insgesamt 21 Jahren bin ich an der Schule.
Luca: Warum sind Sie Schulleiter geworden?
Herr Thimo Witting: Das waren eigentlich Zufälle. Im Jahr 2005 oder 2006 ist jemand in Rente gegangen, der immer an den Stundenplänen gearbeitet hat. Im Jahr 2006 hat die Schule eine neue Schulleiterin bekommen, Frau Nietzschmann und sie hat gefragt, ob ihr jemand helfen kann. Das interessierte mich, da ich Spaß am Organisieren und Machen hatte. Ich habe dann damit angefangen und es hat sich über die Jahre weiterentwickelt. 2009 ist der stellvertretende Schulleiter in Rente gegangen. Mir hat die Arbeit Spaß gemacht und Frau Nietzschmann hat es mir zugetraut. Ich habe mich beworben und ich wurde ausgewählt. Frau Nietzschmann ist 2013 in Ruhestand gegangen und wir hatten uns in dieser Zeit Gedanken über Unterricht gemacht, ganz viel angestoßen, ganz viele Ideen gehabt, und ich hatte Lust, die Ideen als Schulleiter weiter umzusetzen. Ich habe mich auf die Stelle des Schulleiters beworben und wurde als ihr Nachfolger ausgewählt und darf das seitdem sein.
Luca: Gut, waren Sie auch mal Lehrer hier an der Schule?
Herr Thimo Witting: Ja. Ich habe die Fächer Mathematik und Geografie studiert und habe in allen Jahrgängen unterrichtet. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, zusammen mit Herrn Kölln und anderen vor allem in der Oberstufe. Da lernen heute noch alle Schüler mit einem speziellen grafikfähigen Taschenrechner. Wir hatten damals angefangen zu überlegen, welche Aufgaben gut sind, wo man diesen Taschenrechner besonders gut einsetzten kann und ich bin unglaublich stolz darauf, dass wir hier einen wirklich coolen Mathematikunterricht haben.
Luca: Welche Fächer haben Sie denn unterrichtet?
Herr Thimo Witting: Naja, Mathematik und Geografie und in der Mittelstufe auch GeWi, und ich habe in WP unterrichtet, z.B. Mathe Cracks.
Luca: Waren Sie auch mal Klassenlehrer gewesen?
Herr Thimo Witting: Klassenlehrer war ich in der Oberstufe und noch nie in der Unter- und Mittelstufe, das ist eine Erfahrung, die mir fehlt.
Luca: Macht es Ihnen Spaß Schulleiter zu sein?
Herr Thimo Witting: Es ist für mich ein großes Glück und eine große Ehre, Schulleiter an dieser tollen Schule sein zu dürfen und es macht mir ganz viel Freude und Spaß. Ich habe mir mal überlegt, dass ich eigentlich jeden Morgen gerne zur Schule fahre, um hier mit allen Kolleginnen und Kollegen zusammen und die Schule gestalten darf. Ich glaube, das was man hier macht, ist unglaublich wichtig für die Gesellschaft, es ist ein bedeutsamer Beruf für mich. Ich kann als Schulleiter viele Entscheidungen treffen und darüber nachdenken, wie Schule gut für die Schüler und Schülerinnen von heute ist und irgendwie ist es cool, dass man so wirksam sein kann.
Luca: Die letzte Frage ist, wie sind Sie auf diesen Beruf gekommen?
Herr Thimo Witting: Ich habe als Kind immer Schule gespielt mit einem Freund und wir haben uns abgewechselt. Wir haben es so nachgespielt, wie wir es erlebt haben. Witzigerweise war es uns damals so richtig wichtig, Noten zu geben – wo ich heute sagen würde, oh Gott – es geht ja nicht darum, Noten zu geben, sondern vielmehr darum, zu überlegen, wie man gut lernen kann. Später habe ich gemerkt, dass mir das richtig Freude macht, jemanden etwas zu erklären. Ich war lange Jahre Handballtrainer, hab ganz viel im Sport gemacht und finde das ein bisschen vergleichbar mit dem Lehrberuf, für eine Jugendgruppe zuständig zu sein, ein Gruppengefühl zu entwickeln, das Handball-Team zu unterstützten, so dass sie was lernen. Deswegen habe ich mich dann entschieden, Lehramt zu studieren. Für mich war immer klar, dass ich Mathe mache, weil ich das immer gern gemacht habe, aber mir fehlte ein zweites Fach. Sport war eine Möglichkeit, Geschichte war eine andere Möglichkeit, am Ende habe ich mich für Geographie entschieden und das war super, weil ich in meinem Geographiestudium ganz viele tolle Länder, insbesondere Italien, kennen lernen durfte, weil wir ganz viel zu Vulkanen geforscht haben.
Luca: Danke für das Interview.
Herr Thimo Witting: Immer gerne.
Luca und Alina

