Einstieg:
Wenn Widerstand zum Lifestyle-Produkt wird – wie Konzerne politische Bewegungen für Marketingzwecke sowie auch Umsatzsteigerung ausnutzen und die Problematik dahinter.
Behandelte Themen:
Feminismus, Pride, BLM und Umweltbewegungen
Vorfall 1: Feminismus (Bic „For her“ Stifte)
Das genannte Produkt bezieht sich auf Buntstifte sowie Kugelschreiber, die extra für Frauen vermarktet werden.
Das Problematische dahinter: In so mancher Ansicht ist es überflüssiges „Gender-Marketing“. Es suggeriert, Frauen bräuchten spezielle Produkte, während es eigentlich nur Verkaufszahlen steigern soll. Ein oft wiederholtes Muster ist, dass feministische Botschaften oft genutzt werden, um Produkte besser verkaufen zu können, ohne dass die Unternehmenspolitik substanzielle Gleichberechtigung oder Frauenförderung widerspiegelt.
Besonders auffällig ist es bei Frauentags-Kampagnen, wo plötzlich jede Werbung „empowered“ ist, aber langfristige Veränderungen ausbleiben.
Vorfall 2: Pride
Rainbow-washing & Woke-washing: Diese Begriffe beziehen sich auf Konzerne wie Coca Cola, Pepsi etc., die während des Pride-Monats bunte Regenbogen-Produkte herausbringen, jedoch sonst solchen Themen wenig Aufmerksamkeit widmen.
Hallmark und Target verkaufen beide Merchandise oder Pride-Karten, während interne Unternehmenspraktiken in Bezug auf LGBTQIA+ diskriminierend sein können.
Vorfall 3: BLM
Viele große Firmen wie Amazon, Apple, Google usw. spenden öffentlich Millionen an BLM-Organisationen oder Diversity-Programme, während gleichzeitig interne Diversity-Probleme und/oder problematische Geschäftspraktiken bestehen bleiben.
Pepsi inszenierte 2017 einen Werbespot mit Kendall Jenner, der Proteste verharmloste und die soziale Bewegung öffentlich verhöhnte. Dieser Spot wurde massiv als respektlos und kommerziell motiviert kritisiert.
Dies ist eine klare Widerspiegelung von „Social Justice“ als Verkaufsstrategie – also kein echter Aktivismus, sondern reine PR.
Vorfall 4: Umweltbewegungen
Unternehmen wie Exxon Mobile, Shell usw. werben mit Greenwashing-Praktiken. Milliarden von Euro werden in solche Werbung investiert, während etwa 95% des Umsatzes aus fossilen Brennstoffen kommt. Die Autoindustrie spielt in der Umweltverschmutzung eine große Rolle. Bekannte und unter anderem sehr wohlhabende Autokonzerne wie Volkswagen, BMW etc. werben mit Elektro- und Hybridmodellen als „grün“. Parallel läuft der größte Teil der Produktion weiterhin auf Verbrennungsmotoren.
Auch Lebensmittel- und Getränkekonzerne wie Nestlé, Coca Cola … vermarkten „nachhaltige Verpackungen“ oder „pflanzliche Produkte“, gleichzeitig existiert eine enorme Umweltbelastung durch Wasserverbrauch, des Abbaus von Palmöl, Verpackungsmaterial und industrielle Landwirtschaft.
Amy, Jg. 8






